Ab 2015 müssen 30 Jahre alte Heizkessel ersetzt werden

EnEV 2014: 30 Jahre alte Heizkessel müssen ersetzt werden. RUOFF Energietechnik ist ihr Partner in Reutlingen, Tübungen, Stuttgart

Reutlingen, Tübingen. Viele Öl- und Gaskessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 durch ein modernes, Energie sparendes Heizsystem ersetzt werden. Das ist nur eine von mehreren Neuregelungen der Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014), die am 1. Mai in Kraft getreten ist.

Für Altbauten schreibt die EnEV unter anderem vor, dass Öl- und Gaskessel künftig nach spätestens 30 Jahren stillgelegt werden müssen. Für viele Heizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, bedeutet das, dass sie im kommenden Jahr abgeschaltet werden müssen. Von dieser Regelung ausgenommen sind allerdings Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Auch die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Austauschpflicht befreit. Hat die Immobilie den Eigentümer gewechselt, muss der neue Hausbesitzer den alten Heizkessel innerhalb von zwei Jahren stilllegen und durch moderne Heizungstechnik ersetzen.

Uli Ruoff: „Lassen Sie sich vor dem Kauf eines neuen Heizkessel beraten!“

„Auch im Großraum Reutlingen, Tübingen, Neckar-Alb gibt es noch viele Heizkessel aus den 80er- und vielfach sogar noch aus den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts“, weiß Uli Ruoff. Die erneute Verschärfung der Energieeinsparverordnung werde deshalb auch in der Region dafür sorgen, „dass etliche Heizungen erneuert werden müssen“.

Wer seinen Altkessel stilllegen und durch neue Heiztechnik ersetzen muss, dem gibt der Geschäftsführer von Ruoff Energietechnik folgenden Ratschlag:
„Der Austausch des alten Heizungskessels stellt energetisch, ökologisch und von den Kosten her die Weichen für viele Jahre. Eine falsche Entscheidung kann später meist nur mit großem finanziellem Aufwand korrigiert werden. Deshalb kann ich nur dringend empfehlen, sich vor der Entscheidung für einen bestimmten Energieträger eingehend beraten zu lassen
• über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Brennstoffe und Energieträger
• über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizsysteme
• über die gesetzlichen Regelungen, die bei einer Modernisierung der Heizung zu beachten sind
• über etwaige Fördermittel, die bei einer Heizungsmodernisierung in Anspruch genommen werden können.“

Sie haben Fragen zum Austausch Ihres alten Heizkessels und möchten sich unverbindlich beraten lassen? Rufen Sie uns bitte an unter 07123-93 41 90 oder schreiben Sie uns eine kurze Nachricht.

Mehr Wärmedämmung verlangt

Verschärft wurden zudem auch die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz von Altbauten: Oberste Geschossdecken, die die Mindestanforderungen für die Dämmung nicht erfüllen, müssen spätestens bis Ende nächsten Jahres nachträglich gedämmt werden. Das betrifft Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Ausnahmen gelten, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Um zu klären, ob eine nachträgliche Dämmung nötig ist, empfiehlt die Deutsche Energieagentur Dena, sich an einen Experten zu wenden.

Regelungen für Neubauten

Bei Neubauten sieht die EnEV 2014 vor, dass neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude ab 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen müssen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. „Viele Hausbauer“, so die Dena, „ erfüllen schon heute freiwillig ähnlich hohe Energieeffizienzstandards, weil sie auf diese Weise ihren Energieverbrauch deutlich senken und ihre Heizkosten minimieren.“

Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 veröffentlicht werden.

Energieausweis und neue Energieeffizienzklassen

Der Energieausweis für Gebäude wird verbessert. Die energetischen Kennwerte werden künftig nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala von A+ (niedriger Energiebedarf/-verbrauch) bis H (hoher Energiebedarf/-verbrauch). Diese Zuordnung gilt für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit.

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis künftig zudem bei der Besichtigung vorlegen. Nach Abschluss des Vertrags muss der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden – zumindest in Kopie. Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis müssen außerdem schon in der Immobilienanzeige genannt werden, zum Beispiel der Jahres-Endenergiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes. Wenn ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vorliegt, muss auch die Effizienzklasse angegeben werden.

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